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2007-01-14 01:21

El¿bieta Chochorowska

Die Sammlungen des Archäologischen Museums zu Krakau früher und heute.

Zusammenfassung

Die Sammlungen des Archäologischen Museums zu Krakau gehören zu den ältesten und größten archäologischen Sammlungen in Polen. Nach dem derzeitigen Stand der Inventarbücher werden sie heute durch einen Bestand von 509.223 sogenannten ausgesonderten Museumsgegenständen gebildet.

Die Anregung für die Entstehung dieser Sammlung ging von dem 1850 von den Mitgliedern der Krakauer Wissenschaftlichen Gesellschaft an die polnische Gesellschaft gerichteten Apell aus, die Hinterlassenschaften der vergangenen Jahrhunderte dem entstehenden Museum der Altertümer zu übergeben. Im Verlauf der ersten 4 Jahrzehnte der Tätigkeit des Museums wurden dessen Bestände hauptsächlich durch zahlreiche Schenkungen von Privatpersonen, zufälligen Findern und Sammlern gebildet.

Als 1891 die Obhut über das Archäologische Museum der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Akademia Umiejêtno¶ci) dem hervorragenden Archäologen und Geologen Godfryd Ossowski anvertraut wurde, trugen die zum großen Teil von Ossowski selbst durchgeführten archäologischen Forschungen immer mehr zur Bereicherung der Museumsbestände bei.

Die Periode einer besonders verstärkten Zunahme der Sammlungen hängt mit der Tätigkeit eines weiteren Kustos des Archäologischen Museums der Polnischen Akademie der Wissenschaften, und zwar mit W³odzimierz Demetrykiewicz zusammen. Neben dem Fundmaterial aus den eigenen Geländeforschungen gewann er den Fundstoff aus den Forschungen anderer Archäologen, und durch die lebhafte konservatorische Tätigkeit nahm er Kontakt mit den zufälligen Findern und Privatsammlern, deren Sammlungen er entweder unentgeltlich oder käuflich erwarb.

In der Zwischenkriegszeit nahmen auch die Schüler von Demetrykiewicz einen bedeutenden Anteil an der Bereicherung der Museumsbestände. Besondere Erwähnung verdienen unter ihnen Micha³ Drewko, Józef ¯urowski, Tadeusz Reyman und Rudolf Jamka. Sie führten groß angelegte Forschungen an den Fundstellen mehrerer Kulturen im kleinpolnischen Lößgebiet durch.

Die Bereicherung der Sammlung des Archäologischen Museums zu Krakau hängt von dem Zeitpunkt dessen 1955 erfolgter Umgestaltung in eine selbständige Museumseinrichtung an, vor allem mit der Durchführung großer Forschungsprogramme zusammen, die aus den Anforderungen im Bereich der Konservierung der Bodenfunde erwachsen. Ihr Ergebnis sind u.a. ca. 145 Tausend Altertümer aus der Sammlung der Abteilung des Archäologischen Museums in Nowa Huta, die bei den über 50 Jahre lang dauernden Ausgrabungen an den multikulturellen Fundstellen der Umgebung des Krakauer Stadtviertels Nowa Huta sowie bei den Rettungsgrabungen im Schwefelabbaugebiet von Tarnobrzeg (12.652 Fundstücke) gewonnen worden sind.

Eine bedeutende Quelle von Neumaterial bildeten die vom Museum seit dem Ende der 50er Jahre betriebenen spezialistischen archäologischen Forschungen zur Geschichte des frühmittellterlichen Krakau, zur Eisenverhüttung und -verarbeitung im Heilig-Kreuz-Gebirge (Góry ¦wiêtokrzyskie) und zur paläolithischen Besiedlung in den Höhlen von Ojców.

Von den 70er Jahren an erfolgt Bereicherung der Sammlung hauptsächlich durch die Durchführung der eigenen Forschungen von dem Museum. Zur gleichen Zeit erweitert sich das Spektrum der Forschungsproblematik bei gleichzeitiger Einschränkung des Einsatzgebietes, praktisch auf die Krakauer Woiwodschaft (derzeit Woiw. ma³opolskie) allein.

Die heutigen Bestände des Archäologischen Museums zu Krakau bestehen aus:

  1. den quantitativ vorherrschenden Fundstoffen von den systematisch durchgeführten Ausgrabungen (ein Teil davon gehört zu dem wissenschaftlichen Ertrag von einigezehn Forschern),
  2. den einigezehn Fundkomplexen, die den Charakter einer Sammlung tragen,
  3. Einzelfunde, die aus den zufälligen Entdeckungen stammen, Schenkungen darstellen oder durch Ankäufe erworben worden sind.
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